Gebäudeteile Eingangsbereich Die repräsentative Raumfolge des Eingangsbereiches am Werderschen Markt aus Windfang, Eingangshalle (ehemalige Eh- renhalle oder auch Marmorsaal) und Querhalle I ist weitgehend im Originalzustand erhalten und wurde im Sinne des Denkmal- schutzes hergerichtet. Insbesondere wurden die hochwertigen Steinbekleidungen der Wände und Fußböden aufgearbeitet, um den Oberflächen mehr Farbintensität zu geben. Der gesamte Bereich des Haupteingangs ist in seiner Material- auswahl sehr aufwändig gestaltet und zum Großteil vollständig erhalten. Natursteinboden aus Beuchaer Granit und Travertin- verkleidung der Fassadenpfeiler und Wände sind erhalten. Im ursprünglichen Zustand zeigten die beiden Seitenwände des Windfangs die versenkten Reliefs zweier riesiger Adler. Die Türen nach außen und zur Eingangs-/Ehrenhalle waren aus Eloxal, die Handläufe in Vollmetallausführung. Zur künstlichen Beleuchtung dienten ursprünglich 4 große kreisrunde Decken- leuchten. Die Außenglasfront des Windfangs und die riesige verglaste Abtrennung zur Ehrenhalle wurde in den 70er Jahren erneuert. Die Raumteilung entspricht dabei dem ursprünglichen Zustand, aber die Details haben nicht mehr die Eleganz der dreißiger Jahre. Die Deckenleuchten wurden entfernt und durch Seiten- leuchten ersetzt. Die Adler wurden nach dem Krieg zunächst mit Stoffbahnen abgehängt. In den 60er Jahren wurden die 20 cm starken Platten abgenommen, die Reliefteile abgetrennt und die Platten wieder angebracht. In der Ehrenhalle blieben die Wandverklei- dungen aus Marmor und Porphyr unverändert erhalten. Auch in der Querhalle sind Wand und Boden original erhalten. Darüber hinaus gibt es weitere erhaltene Details aus den 30er Jahren: 2 Telefonzellen, Glastüren inklusive Türgriff sowie einen Paternoster, der allerdings in Kabine, Verkleidung und Mechanik verändert wurde. In den 70er Jahren wurde die Decke abge- hängt. Die Metalltüren zum Treppenhaus 4 und 5 sowie die vierteiligen Türen zu den seitlichen Verbindungshallen entsprechen noch dem Originalzustand. Die großen Türanlagen zur Ehrenhalle und zum Kongresssaal stammen aus den 70er Jahren. Die Eingangs- halle gibt den ersten und gleichzeitig stärksten Eindruck von Gerhard Merz‘ monochromen Flächen. Die aus der DDR-Zeit stammende Deckenverkleidung wurde abgenommen und die gesamte Decke wurde als einheitliche Fläche in Kobaltblau gestrichen. |
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