AA-Gebäude : Altbau : Baugeschichte : 1949-1996

Baugeschichte



1949-1996

Bereits im Frühjahr 1949 wurde mit einer umfangreichen Pla- nung zum Ausbau des Hauses für das künftige Ministerium der Finanzen begonnen. Allgemeine Zielsetzung war die Wieder- instandsetzung des 1. bis 6. Obergeschosses einschließlich der Treppenhäuser und Dachflächen.
Obwohl weitere Trümmerarbeiten noch bis ins Jahr 1950 reich- ten, bezog das Ministerium der Finanzen zusätzlich zum Berliner Stadtkontor Teile des Gebäudes bereits zum Jahreswechsel 49/50. Heizungs-, Be- und Entwässerungsanlagen waren wieder- hergestellt worden, Türen und Fenster erneuert, Decken und Wände mit einem neuen Anstrich versehen worden. Die ehema- lige Kassenhalle war zu einem Kongresssaal umgebaut worden. Er gehörte zu den damals größten Sälen der Stadt.
1958 beschloss das Zentralkomitee (ZK) der SED, das Gebäude des Ministeriums der Finanzen vollständig zu übernehmen. Neben dem ZK sollte auch die SED-Bezirksleitung Berlin in das Gebäude in der Kurstraße ziehen. Das Ministerium für Finanzen bezog seinen neuen Sitz in der Leipziger Straße.
Um das vormalige Finanzministerium für die Zwecke des ZK der SED herzurichten, waren für die Jahre 58-60 noch umfangreiche Bau- und Umbauarbeiten im Inneren und an der Fassade vorgesehen. Mittels eines freiwilligen Arbeitseinsatzes wurde die Kriegsruine der Alten Reichsbank abgerissen. An ihrer Stelle entstanden Grünanlagen und ein Parkplatz. 1965 entstand ein kleiner Lastenaufzug. 1966-68 entstand ein südlicher Erweite- rungsbau als Verwaltungskomplex.
Nach den ersten freien Wahlen in der DDR am 18. März 1990 wurde das Gebäude der Sitz der Volksvertreter und nannte sich 'Haus der Parlamentarier'. Im September 1990, als die Volks- kammer aus dem asbestverseuchten Palast der Republik hier einzog, wurde das Parteiemblem entfernt. Am 20.9.1990 stimmte im Plenarsaal eine 2/3 Mehrheit der Abgeordneten für den Einigungsvertrag zwischen der Bundesrepublik und der DDR. Am 2. Oktober 1990 löste sich die Volkskammer auf.
Danach hatte das Gebäude unterschiedliche Mieter, u.a. die Landeszentralbank aus Brandenburg, Thüringen und Sachsen, die die gesamte 2. Etage überarbeiteten und Raumteilungen vornahmen.
 
1949-1996



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